Themenportal „Europäische Geschichte“ (18.-21. Jh.): Newsletter 11/2023

Von
Gabriele Metzler, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Themenportal „Europäische Geschichte“ (18.-21. Jh.): Newsletter 11/2023 - neuveröffentlichte Beiträge

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der in den letzten Monaten neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays/Artikel:

Stephanie Zloch, Migration, Multiethnizität und europäische Bildungspolitik. Der Muttersprachliche Unterricht für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus Jugoslawien in der Bundesrepublik Deutschland in den 1970er-Jahren, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-135125>.
Abstract:
Der Essay untersucht anhand von Frage- und Anmeldebögen zum Muttersprachlichen Unterricht die gelebte Multiethnizität, die Bildungserwartungen und die Agency migrierter jugoslawischer Familien in Hamburg. Den weiteren Kontext bildet die deutsche und europäische Bildungspolitik der 1970er-Jahre, die nach einem adäquaten Umgang mit den Auswirkungen der Arbeitsmigration suchte. Abschließend diskutiert der Essay die aktuelle Forschungsfrage einer spezifisch sozialistischen Globalisierung und die besondere Position Jugoslawiens, das enger mit dem (west-)europäischen Integrationsprozess verbunden war, als dies heute erinnert wird.

Ines Soldwisch, Pippi als „Kontra zu einer bürgerlichen Welt“ – Zur Publikationspraxis von internationaler Kinderliteratur am Beispiel von Lindgrens Pippi Langstrumpf-Trilogie, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-134430>.
Abstract:
Die Kinder- und Jugendliteratur der DDR war von einer Publikationspraxis bestimmt, die sie deutlich von jener westlicher Länder unterschied: Über eine Buchveröffentlichung entschied nämlich nicht ein Verlag, sondern eine „angemessene“ Verknüpfung von Politik, Ideologie und Kultur. Was angemessen war, darüber entschied der Staat. Druckgenehmigungsverfahren und dazugehörige Gutachten waren das probate Mittel der Überprüfung und Absicherung des Staates in Gestalt des Ministeriums für Kultur, um das politisch geforderte Gesellschaftsbild durchzusetzen. So war es keine Seltenheit, dass Manuskripte von Autor:innen umgeändert wurden, damit sie diesem Anspruch entsprachen. Was den Fall der DDR jedoch besonders macht – denn Lektorate gab und gibt es in jedem Verlag –, sind die Akteure und ihre Motivation, mit eingereichten Manuskripten umzugehen. Dies galt für nationale und internationale Literatur. Am Beispiel des Kinderbuch-Klassikers „Pippi Langstrumpf“ wird im Folgenden paradigmatisch dargestellt, wie Gesellschafts- und Kulturpolitik in der Publikationspraxis Hand in Hand gingen. Zu betonen ist, dass hier ein Einzelfall untersucht wird, der nicht als Blaupause für die gesamte Literaturpraxis in der DDR aufgefasst werden darf.

Marion Dotter, Die katholische Kirche Österreichs manifestiert ihre Selbstständigkeit. Menschenrechte und soziale Frage im Mariazeller Manifest von 1952, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-116613>.
Abstract:
1952 einigten sich österreichische Priester und Laien bei einer Studientagung in Mariazell auf eine neue Gangart zwischen der katholischen Kirche und der Politik. Ihr Hauptanliegen, "eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft" zu schaffen, war geprägt von ihren Erfahrungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Unterdrückung religiöser Freiheit in den östlichen Nachbarstaaten Österreichs. Die österreichische Kirche kämpfte zu jener Zeit für einen für einen größeren Entfaltungsraum der Kirche als eigenständiger gesellschaftlicher Faktor, etwa durch die Mitsprache bei Bildungs-, Sozial- und Eherechtsfragen. In diesem Zusammenhang formulierten die katholischen Vertreter ihre Vorstellungen von Freiheit, Menschenrechten und Emanzipation und betonten die Leistungen und Forderungen der katholischen Kirche in diesen Bereichen. Der hier vorgestellte Beitrag soll das bei den Beratungen entstandene "Mariazeller Manifest" und seinen ideologischen Überbau in die nationalen und internationalen Diskurse zum Verhältnis von Staat und Kirche in den 1940er und 1950er Jahren einbetten.

Rasa Navickaite, In the Name of Love? Sexuality, Gender, and Communist Morality in the Late Soviet Baltic Republics, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-116915>.
Abstract:
This essay discusses the sexual education manual Mīlestības vārdā (In the Name of Love) (1981), written by the Latvian doctor Jānis Zālītis. A bestseller in both Latvia and the neighboring Lithuania, the book has contributed significantly to the social norms and attitudes towards gender and sexuality in late Soviet societies of the Baltic countries. This essay presents the historical context of the writing and the reception of this book, as well as provides a feminist and queer reading of some of its main ideas. Namely, the essay argues that Mīlestības vārdā, despite its “scandalous” reputation, was essentially a conservative book, which reproduced the predominant patriarchal and heteronormative understandings. The book entrenched the idea that hierarchical gender differences were essential to sustaining stable marriages, and that sexuality could be strictly divided into “normal”, meaning leading towards procreation, and “perverse,” meaning non-procreative and therefore morally wrong and detrimental to Soviet society.

Maria Katharina Wiedlack, The Abduction of Anna Petrovna Bulygin in 1808. Female Agency and the Russian Colonial Gaze in Early to Mid-19th Century Popular Culture, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-116632>.
Abstract:
This article analyzes a chapter from Charles Ellms’s book “The Tragedy of the Seas” (1848). The chapter recounts the historical events around a schooner belonging to the Russian American Company, which was shipwrecked close to the Olympic Peninsula in 1808. After the disaster, the ship’s crew, and Anna Petrovna Bulygin, the captain’s wife, were taken hostage by indigenous people. The article examines Anna Petrovna Bulygin’s female agency within Ellms’s narrative, arguing that it is exceptional within the genre of maritime frontier adventures, as well as early 19th century Russian culture. Importantly, a focus on her agency offers interesting insights into the Russian colonial gaze on the indigenous peoples of America.

Lennart Gard, Rückkehr zu den Wurzeln oder religiöser Neuanfang? Der Streit über die Biblia Pentapla im lutherischen Protestantismus des frühen 18. Jahrhunderts, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-98391>.
Abstract:
Der Beitrag untersucht, wie sich Protestanten um 1700 zum bekenntnisübergreifenden Vergleich von Bibelübersetzungen positionierten. Im Fokus steht die publizistische Auseinandersetzung des lutherischen Pfarrers Michael Berns mit der Sammeledition Biblia Pentapla (1710–1712). Für den Herausgeber Johann Otto Glüsing stand dieses Werk für die Rückkehr zu den Ursprüngen des Glaubens, Berns hingegen sah darin ein Manifest gefährlicher religiöser Innovation. Anhand dieses Konfliktes hinterfragt der Essay heutige Vorstellungen von der historischen Entwicklung des europäischen Protestantismus.

Merve Tekgürler, “Cruel and Menacing Letter of Defiance”. A Study on the Perceptions of the Ottomans in Central Europe (1680s-1830s), in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-98964>.
Abstract:
This article analyzes the changing perceptions of Ottomans in German-speaking lands by following the publication history of a fictional Letter of Defiance from 1683 attributed to Sultan Mehmed IV and addressed to Emperor Leopold. This Letter was part of a larger subgenre of similar letters, which were categorized under anti-Ottoman propaganda pamphlets and prints of the 16th and 17th centuries. The images of the Ottomans as enemies and God’s punishment served political and social aims that changed after the turn of the 18th century. The reprints of the 1683 Letter in the context of the late 18th and early 19th centuries were indicative of these changes.

Nicolas Blumenthal, Politische „Säuberung“ von Nationalsozialist:innen in der Schweiz (1945–1946): Logiken und Funktionen von Ausschaffungen, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-112213>.
Abstract:
Der vorliegende Essay betrachtet die Eigenheiten der politischen „Säuberung“ nach dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz und ordnet sie in einen gesamteuropäischen Kontext der deutschen Entnazifizierung und französischen „épuration“ ein. Er verdeutlicht zum einen die Logiken, denen die Ausmerzung des Nationalsozialismus in einem Land folgte, das von einer Einverleibung in den nationalsozialistischen Machtapparat verschont geblieben war. Zum anderen beleuchtet der Beitrag, wie innen- und außenpolitisches Taktieren in die Schweizer „Säuberungspolitik“ hineinspielte und sich mit Momenten der Vergeltung verband. Die damaligen Auseinandersetzungen entfalteten sich geradezu zu einer nationalen Bewährungsprobe. Ausschaffungen von Nationalsozialist:innen erfüllten vor dem Schweizer Nachkriegskontext eine doppelte Funktion: Sie schufen einerseits eine Möglichkeit, um mit diskreditierten NS-Anhänger:innen abzurechnen und dem Unmut in der Bevölkerung Luft zu machen. Andererseits dienten sie dazu, Vorwürfe der nationalsozialistischen Verstrickung zurückzuweisen, die nach dem Zweiten Weltkrieg von innen und außen gegen die Schweiz erhoben wurden.

Oliver Krause, Travelling spatial imagination - Die internationale Popularisierung der Heartland-Theorie Halford J. Mackinders, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-116054>.
Abstract:
Abstract An den drei Karten, die alle auf imaginierte,globale Raumordnungen zurückgehen, die Halford J. Mackinder zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt hatte, lassen sich die Internationalisierung europäischen Wissens am Transfer eines geopolitischen Konzepts, dessen Anpassung und Instrumentalisierung nachzeichnen. Die Karten prägten je spezifische Imaginationen einer globalen Raumordnung, die die Wahrnehmung der Welt aus nationalen Perspektiven heraus präfigurierten. Auf dieser Grundlage entstanden unterschiedliche Globalisierungsszenarien. Im Deutschen Reich wurde Mackinders imaginierte globale Raumordnung zur Utopie deutscher Großmachtstellung umgedeutet. In den USA behielt sie den ursprünglich dystopischen Charakter zukünftiger Vorherrschaft einer eurasischen Landmacht, die als legitimierendes Narrativ US-amerikanischer Außenpolitik gegenüber der Bevölkerung nutzbar wurde.

Janis Maximilian Meder, „Business shapes the world“. Das westeuropäische Narrativ des verantwortungsbewussten Unternehmens, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-116631>.
Abstract:
Das vorliegende Essay betrachtet den mit der 68er- und Umweltbewegung einhergehenden Wertewandel als richtungsweisend für das westeuropäische Narrativ des verantwortungsbewussten Unternehmens. In den 1970er- und 1980er-Jahren gründeten junge Menschen in den Industrienationen Westeuropas Unternehmen mit gesellschaftlichen Visionen. Als symptomatisch für das Verständnis unternehmerischer Verantwortung gilt das 1976 von Anita Roddick in Brighton gegründete Unternehmen The Body Shop. Das Unternehmen verzeichnete in den folgenden Dekaden Erfolge, war jedoch zunehmend mit dem Konflikt zwischen Egoismus und Altruismus konfrontiert.

Helge Wendt, Kohlebäume: Darstellungen von Industrie und Wissenschaft in politischen Dimensionen (1900–1945), in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-117896>.
Abstract:
Ein „Kohlebaum“ ist eine schematische Darstellung von chemischen Verbindungen und Stoffen, die aus Kohle gewonnen werden konnten und in der Chemieindustrie Verwendung fanden. Diese Art von Darstellungen kam in den 1920er-Jahren dort in Mode, wo die Industrie der Nebenprodukte der Kohle einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellte. Verschiedene Darstellung von „Kohlebäumen“ sind als Quelle übermittelt. Mithilfe dieser Bildquelle möchte der Beitrag einen Einstieg in eine Industrie, Wissenschaft und Alltag erheblich mitgestaltentende Gruppe von Stoffen bieten. Solche Baumdiagramme, die die verzweigte Baumkrone von Stoffen der Kohle, von Benzol, von Erdöl oder von Sodium zeigten, waren als Überblick für ein breites Publikum und für Expert:innen gedacht. Die im Baumdiagramm dargestellten Kohleprodukte wurden in Deutschland, Frankreich und den USA zu alltäglichen Gegenständen, so dass Kohlebäume auch als Werbung eingesetzt wurden. Sie stellten ein Wissen eines Industrieunternehmens dar, das in einigen Fällen national überhöht wurde, und bildeten Gleichzeitig ein Instrument von Wissensverbreitung und -erklärung. Heute ist diese Form der Darstellung eine Sonde in eine Geschichte von Stoffen, Industrieentwicklung und Politik.

Material/Quellenauszüge:

Frage- und Anmeldebögen zum Muttersprachlichen Unterricht des jugoslawischen Generalkonsulats in Hamburg, 1972 [Abschrift], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-79254>.

Verlagsgutachten des Kinderbuchverlags Berlin (DDR) zu: Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf (Berlin, 1974); [SCAN], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-79107>.

Das Mariazeller Manifest (Mariazell, Österreich 1952), in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78968>.

Extract from Janis Zalytis: Meilės Vardu (Lithuanian Translation by Renata Zajančkauskaitė and Visvaldas Bronušas 1984) [Scan and English Translation by Rasa Navickaitė], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78942>.

Charles Ellms, The Tragedy of the Seas; or Sorrow on the Ocean, Lake, and River, from Shipwreck, Plague, Fire and Famine [Chapter], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78442>.

Michael Berns, „Endeckung des Greuel Wesens“, Stellungnahme des Pastors zu Wandesbeck über die Biblia Pentapla (Hamburg, 1710), [Transkript, gekürzt], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78326>.

Anti-Osmanisches Pamphlet: „Schrecklicher und Ganz grausamer Absage-Brief“ (1683), [Faksimile und Transkript], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78327>.

Beschluss des Zürcher Regierungsrates: Ausweisung von Ausländern (28.06.1945); [Transkript], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78325>.

Auszüge aus dem Artikel: Bo Burlingham, This woman has changed business forever, in: Inc. Magazine (06.06.1990), in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-77979>.

Drei Karten globaler Raumordnung auf Grundlage der Heartland-Theorie (1904 / 1934 / 1944), in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-78139>.

Kohlebaum. Bildliche Darstellung der Nebenprodukte von Kohle, in: Hans Hartmann: Weltmacht Kohle (1940), [SCAN], in: Themenportal Europäische Geschichte, 2023, <https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-77978>.

Das Themenportal Europäische Geschichte veröffentlicht seit 2006 unter der Adresse <https://www.europa.clio-online.de> Materialien (Textdokumente, Statistiken, Bilder und Karten), Darstellungen und Debatten zur Geschichte Europas und der Europäer/innen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Leserinnen und Leser, die gerne mit eigenen Beiträgen mitwirken möchten, werden um Vorschläge gebeten. Schreiben Sie bitte an die Redaktion <clio.europa-redaktion@geschichte.hu-berlin.de>. Über die Auswahl und Annahme von Beiträgen entscheidet das Herausgeberkollegium aufgrund eines unkomplizierten Evaluationsverfahrens. Weitere Informationen zur Zielstellung und Konzeption des Projektes finden Sie auf den Webseiten des Projektes.

Mit besten Grüßen

Prof. Dr. Gabriele Metzler (Berlin), Sprecherin des Herausgeberkollegiums

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